"Aber diese Hilfe ist in der Welt"

Kategorie: Aktuelles

Zur Ehrung von Otto und Hulda Pankok und Pfarrer Joseph Emonds als "Gerechte unter den Völkern" Veranstaltung am Samstag, den 24. Januar 2015

Der Ehrentitel eines "Gerechten unter den Völkern" ist die höchste Auszeichnung, die der Staat Israel an Nicht-Israelis zu vergeben hat. Am 15. Dezember 2014 ist er in einer Feierstunde in Berlin posthum an Otto und Hulda Pankok und an den katholischen Eifelpfarrer Joseph Emonds verliehen worden. Wie manch andere, die diesen Titel später erhalten sollten, empfanden sie selbst es gar nicht unbedingt als heldenhaft, als sie im Herbst 1944 die von der nationalsozialistischen Judenverfolgung akut bedrohte jüdische Schauspielerin Hilde Barz und ihren Mann, den Maler Mathias Barz, bei sich versteckten und damit wesentlich dazu beitrugen, dass das Düsseldorfer Ehepaar überlebte. Sie taten, was sie für geboten hielten. Tochter Eva Pankok, damals 19 Jahre alt, war daran aktiv beteiligt.

Für die vielen Freunde des Hauses Esselt und Interessierte, die im Dezember keine Gelegenheit hatten, an der Feierstunde im Berliner Kammergericht teilzunehmen, wollte die Otto-Pankok-Gesellschaft die historischen Hintergründe und das mutige Handeln der drei Geehrten nachzeichnen.

Eva Pankok berichtete, wie Sie die Vorgänge rund um das mit ihren Eltern bewohnte Haus im Eifeldorf Pesch erlebt hat. Ausschnitte aus Filminterviews, die die Gedenkstätte Yad Vashem für diese Veranstaltung zur Verfügung stellte, vergegenwärtigten die Rolle der weiteren Beteiligten: von Hilde und Mathias Barz selbst, von Otto und Hulda Pankok, von Joseph Emonds und anderen Helferinnen und Helfern. Musikalische Akzente setzten der Saxophonist Volker Lütfring (Rees) und der Gitarrist Peter Risthaus (Borken).

Beginn war um 17:00 Uhr, der Eintritt kostete 7€, ermäßigt 5 €. Karten konnten über info[at]pankok-museum-esselt.de vorbestellt werden.