Otto Pankok (1893 – 1966)

  • Geboren 6. Juni 1893 in Saarn bei Mülheim/Ruhr
  • Frühes Zeichentalent, Atelier im Garten der Eltern
  • Mit 17 Jahren erste Studienreisen u.a. nach Holland zu den Werken seines Vorbildes Rembrandt
  • Prägung durch humanistische Lebenseinstellung der Eltern, das ländliche Umfeld in der Kindheit haben die Liebe zur Natur und den Menschen in Otto Pankok begründet. „Alle Dinge und Erlebnisse, die einen Künstler bewegen, sind die gleichen, die ihn schon in seiner Kindheit entzückten.“
  • 1912 nach dem Abitur steht für ihn fest: Er will Maler werden.
  • Frühsommer 1912 Kunstakademie Düsseldorf, Abbruch schon im Sommer
  • Oktober 1912 Kunstakademie Weimar, Abbruch „Eines Tages knallte ich die Tür zu und stürzte zum Bahnhof. Nie wieder Akademie!“
  • 1915 Offizierskurs in Döberitz, danach Verlegung an die Front in Nordfrankreich
  • Herbst 1915 wird er bei einer Sprengung verschüttet – seine Kriegserlebnisse traumatisieren ihn und machen ihn zu einem lebenslangen Pazifisten.
  • 1916 Nach Lazarett- und Sanatoriumsaufenthalt wird er im April 1917 aus dem Kriegsdienst entlassen.
  • 1920 Neue Galerie von Johanna Ey in Düsseldorf, aufrührerische Nachkriegs-Künstler Otto Pankok, Max Ernst, Gert Wollheim, Otto Dix. „Wir fühlten uns wie Dynamit und wollten ganz Düsseldorf in die Luft sprengen.“ 
  • 1921 Heirat mit der Journalistin Hulda Droste
  • 14. Juli 1925 Geburt Tochter Eva
  • 1931 Pankok interessiert sich für eine Gruppe von Sinti und Roma, die am Rande von Düsseldorf im Heinefeld in einfache Hütten von Gemüseanbau, Hühner- und Kaninchenhaltung leben. 
  • Im Oktober entstehen die ersten Bilder zum Zigeunerzyklus.
  • 1933-34 Arbeit Passionszyklus entsteht und wird von den Nazis aus einer Ausstellung entfernt.
  • 1935 Diffamierung und Verfolgung Pankoks seit Machtergreifung der Nazis, 1935 ermittelt die Gestapo gegen ihn aufgrund von Denunzierungen durch eine Hausangestellte.
  • 1936 Ende des Jahres erscheint im Verlag Gustav Kiepenheuer, Berlin, das Buch „Die Passion in 60 Bildern von Otto Pankok“. Daraufhin Ermittlungen der Gestapo Düsseldorf gegen Pankok: „... Die Art der Pankok‘schen Kunst wird nach Angaben der hies. NS-Kulturstellen u.a. Reichsleiter Rosenberg abgelehnt. …“
  • Die Nazis erteilen dem Künstler ein Arbeitsverbot.
  • 1937 Eröffnung der Ausstellung „Entartete Kunst“ in München. Otto Pankok ist mit dem Bild Hoto II unfreiwillig vertreten, einer Lithografie mit dem Portrait eines Zigeunermädchens.
  • 1938 „Reichskristallnacht“ Otto Pankok arbeitet weiter an den Judenbildern, die er 1937 begonnen hat.
  • 1939 Pankok versteckt einen Großteil seiner Bilder bei Freunden, der Versuch in die Schweiz zu emigrieren scheitert.
  • 1941 Umzug der Familie in die Eifel, sie kann sich so den Ermittlungen durch die Gestapo entziehen
  • 1947 Berufung Pankoks an die Kunstakademie Düsseldorf
  • 1950 Pankok wird zum Gründungsmitglied der Deutschen Akademie der Künste berufen, erklärt aber noch im selben Jahr seinen Austritt.
  • 1958 Beendigung der Lehrtätigkeit in Düsseldorf, Umzug der Familie ins „Haus Esselt“ am Niederrhein
  • 1965 Otto Pankok erhält den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mühlheim an der Ruhr
  • 20. Oktober 1966 stirbt Otto Pankok in Wesel
Otto Pankok, Pankok Museum Haus Esselt
Otto Pankok, Pankok Museum Haus Esselt
Otto Pankok, Pankok Museum Haus Esselt